7. Europäische Senioren-Einzelmeisterschaft
Hockenheim 2.6. - 10.6.2007
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Mit gut 160 Teilnehmern starten die 7. Europäischen Seniorenmeisterschaften in Hockenheim in das neunrundige Turnier. Und wie in vielen Turnieren: Es sind die ELO-Favoriten, die sich am ersten Tag durchsetzen können. Die Großmeister Nikolai Pushkov, Ivan Farago, Vlastimil Jansa oder auch Nukhim Rashkovsky, Mark Tseitlin, Lev Gutman, Janis Klovans, Jacob Murey oder Wolfgang Uhlmann lassen den Herausforderern keine Chancen.
Der ECU-Turnierbeobachter der Meisterschaft Per Ofstad kann trotz Favoritenrolle nicht siegen. Der norwegische Delegationsleiter trennt sich gegen den Österreicher Herbert Egger (Im Bild unten links) unentschieden.
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Die Spitzengruppe wird kleiner. Wir schreiben den dritten
Tag der 7. Europäischen Senioren-Einzelmeisterschaften. Wieder
schlagen die Außenseiter Lücken in den kleiner werdenden
Favoritenkreis. Der Calwer Heinrich Fronczek
Der titellose Reinhard Jänig setzt seine Erfolgsserie im Spitzenfeld
fort und siegt heute gegen FIDE-Meister Jurij Ljubarskij aus Hannover.
Der Katernberger Ex-Bundesligaspieler Willy Rosen (Bild links), Auch an den unteren Brettern wurde hart gekämpft. Gleich zweimal
wurde einem Remis erst nach der 50-Züge-Regel stattgegeben. Beide
Male kämpften die Kontrahenten mit Turm und Springer gegen Turm.
Die kürzeste Partie des Tages wurde durch die Technik entschieden.
Ein klingelndes Handy bedeutete nach Reglement den Partieverlust für
seinen Besitzer. Und das nur Sekunden nach dem Turmeinsteller seines
Widersachers ... Khanukov, Fronczek, Farago, Murey, Rotstein, Klovans, Jäning, Gruzmann (Bild rechts), Werner und Jansa bilden das Zehnerfeld der mit 3/3 Punkten Führenden. Im breiten Verfolgerfeld mit einem halben Zähler weniger finden sich u.a. Tseitlin, Fradkin, Gutman und Uhlmann wieder. |
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Am vierten Tag der 7. Europäischen Senioren-Einzelmeisterschaft
schälen sich nun die ersten Meisterschaftsanwärter hervor.
An den Spitzenbrettern siegen die Großmeister Vlastimil Jansa,
Jacob Murey und Janis Klovans. Für Jansa war seine Partie gegen
Gruzmann ein leichter Sieg in 18 Zügen. Der mehrfache Senioren-Weltmeister
Janis Klovans brauchte viele Stunden um den Karlsruher Clemens Werner
niederzuringen. Werner griff zur aggressiven sizilianischen Drachenvariante,
um seinem prominenten Gegner den Anzugsvorteil abzuringen. Doch der
Lette konterte geschickt, gewann zeitweise zwei Bauern und
Nach der Niederlage des Ladenburger Dieter Villing in der zweiten Runde
arbeitet sich dieser |
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Nach dem fünften Tag der 7. Europäischen Senioren-Einzelmeisterschaft
ist kein Spieler mehr verlustpunktfrei. Die beiden Spitzenbegegnungen
zwischen Vlastimil Jansa und Jakob Murey, sowie Efim Rotstein und Janis
Klovans endeten nach langem Kampf jeweils Remis. Jansa (links im unteren
Bild) |
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WIM Ligia-Letitia Jicman (Bild unten) ,
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Der Ladenburger Dieter Villing verliert das Duell gegen den russischen Großmeister Oleg Chernikov und bleibt mit 3 Punkten aus sechs Runden (3/6) im Mittelfeld. Waldemar Müller (Sandhausen, 3/6) beißt nach einer bedruckenden Aufholjagd in den letzten Tage gegen den Schweizer FIDE-Meister Hans Karl auf Granit und verliert. Der Mannheimer Fred Amrehn gewinnt gegen den Präsidenten des württembergischen Schachverbandes Dr. Hans Ellinger und liegt mit nunmehr 3,5/6 im guten Mittelfeld. Wladimir Bounianer (Heidelberg) spielt weiterhin ein erfolgreiches Turnier. Er schlägt Vova Eidelmann und präsentiert sich mit nunmehr 4/6 Punkten. |
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Nach der erfolgreichen Aufholjagd des Setzlistenersten Pushkov in den
letzten beiden Runden muss der russische ELO-König heute ebenso
seine Titelträume begraben.
Bei den führenden Damen kann nur Elena Fatalibekova (Bild unten)
voll punkten. Nach einem Sieg gegen Ante Jadrijevic führt die 59-jährige
mit 5/7 nun den Frauenwettbewerb an. Der |
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Spieler bei einer Stunde und 43 Minuten (genau 1:43:53 bei Schwarz) zu stehen kommen. Und das bei einer Anfangsbedenkzeit von einer Stunde und vierzig Minuten. Der Zeitzuschlag von einer halben Minute pro Zug und neun gespielten Zügen machen es möglich. Zwei Stunden später einigen sich auch Klovans und Butnorius auf ein Remis. Sie verpassen damit die Möglichkeit, Mureys Spitzenposition zu bedrängen und machen gleichzeitig den Weg für ein mehrköpfiges Verfolgerfeld frei. Über fünf Stunden kämpfen Ljubarskij und Gutman um den Sieg. 66 Züge lang schenken sich beide nichts, gehen tief durch verschiedenste Schwerfigurenendspiele. Doch das gerechte Ergebnis ist ein Unentschieden. Die Russen Fradkin und Kremenietsky (Bild rechts) kämpfen im Königsinder lange auf beiden Flügeln. Schließlich kann IM Anatoly Kremenietsky mit Schwarz einen, dann zwei Bauern gewinnen. Fradkin steht vor unlösbaren Problemen und überschreitet die Zeit. Tseitlin und Donchenko ringen sechs Stunden um den Beweis, ob das Läuferpaar im Endspiel eine Sieg bringende Waffe gegen Läufer und Springer ist. Tseitlin geht häufig bis an das Ende seiner Bedenkzeit, um neue Wege für seine Läufer zu finden. Nach dem Tausch eines Läufers opfert der badische Meister Anatoly Donchenko einen Bauern, gewinnt das Material mit Zinsen wieder zurück und kämpft letztlich mit Springer und Bauer gegen den Läufer um den Tagessieg. Vergeblich: Nach 99 Zügen endet die letzte Partie des Tages mit einem Unentschieden.
Der Mannheimer Fred Amrehn spielt gegen den Schweizer Hans Karl remis. Der Sandhauser Waldemar Müller scort seinen zweiten Sieg in Folge und schließt ins gute Mittelfeld zu Karl und Amrehn (alle 5/8) auf . Das lokale Duell des Karlsruhers Clemens Werner gegen Dr. Josef Ladstetter (Heidelberg) endet unentschieden. Beide kommen auf nunmehr 4/8 Punkte. Der Mannheimer Dr. Wolfgang Bayer kommt nach einem Remis auf nun 3,5/8 Punkte.
Im Spitzenduell morgen kommt es zur Partie Butnorius gegen Murey. Murey
spielt für den Gesamtsieg, für den Litauer Algimantas Butnorius
geht es darüber hinaus noch um eine GM - Norm. |
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Anatoly Kremenietsky kann in den Kampf um den Siegespokal nicht mehr eingreifen. Er verliert gegen Vlastimil Jansa nach langem Kampf. Der Dresdener Wolfgang Uhlmann siegt gegen den FIDE-Meister Efim Rotstein, zerstört damit die Hoffnungen des 74-jährigen auf eine IM-Norm und sichert sich einen Platz in den Preisrängen, ebenso wie Ivan Farago mit einem Sieg (alle 7/9). FM Khanukov erzielte mit einem Remis die zweite Norm des Turniers: eine IM-Norm. Waldemar Müller (Sandhausen) belegt mit 5,5/9 Punkten einen guten 39. Platz. Der Mannheimer Fred Amrehn wird 56. (5/9). Dieter Villing (Ladenburg, 74.), Armin Bauer (Schwetzingen, 86.), Josef Ladstetter (Heidelberg, 84.) kommen auf 50% der Punkte. Der Mannheimer Wolfgang Bayer erzielt 4/9 Punkte. Der Schwetzinger Bruno Roehrl und der Mannheimer Eckhard Paulsen scoren 3,5/9.
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